Innovative Kommunikations-Technologien

Innovative Kommunikations-Technologien

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Backbone- und Backhaul-Netze
SDH (Synchrone Digitale Hierarchie)
Die SDH-Technik ist derzeit (zusammen mit WDM) die am weitesten verbreitete Übertragungstechnologie für Backhaul- und Backbone-Netze. Die Datenraten liegen von 155 Mbps (STM-1) bis 40 Gbps (STM-256). SDH bietet umfangreiche Schutzmechanismen sowie Funktionen zum Alarm- und Performance-Monitoring. Mit kommerziellen SDH-Systemen können STM-16 ohne Regeneration bis zu max. 200 km übertragen werden.

OTH (Optical Transport Hierarchy)
OTN sind Transportnetze, die optische Kanäle – Wellenlängen – als Transporteinheit für die Übertragung verwenden und dadurch die Übertragungskapazität gegenüber SDH-Netzen um ein Vielfaches erweitern. Die Kanten von OTN werden durch WDM-Systeme (Punkt-zu-Punkt) und die Netzknoten durch OADM (Optical Add-Drop-Multiplexer) oder OXC (Optical Cross Connect) gebildet. Die elektrischen oder optischen Zubringersignale werden entsprechend der Optical Transport Hierarchy in ODU-Signalen verpackt und übertragen (2,5 Gbps ODU1, 10 Gbps ODU2, 40 Gbps ODU3, bis 130 Gbps ODU4).

Ethernet
Das klassische Ethernet ist insbesondere in LAN-Umgebungen eine sehr weit verbreitete Technologie mit Übertragungsraten bis 10 Gbps. Soll das klassische Ethernet aufgrund der Kostenvorteile als Transporttechnologie verwendet werden, ergeben sich bei größeren Netzen Probleme hinsichtlich Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit, Quality-of-Service und Servicemanagement. Erweiterte Technologien - „Carrier Grade Ethernet“ – sind bei IEEE, ITU-T und MEF in Standardisierung und auf dem Weg zur Marktreife.

IP
IP-Netze arbeiten mit dem IP-Protokoll und Datenpaketvermittlung. Bedingt durch die enorme Flexibilität von IP-Netzen, in denen die Dienstgüte (CoS, QoS) definierbar ist und über die IP-Konvergenz unterschiedliche Kommunikationsformen und Dienste zusammengeführt werden können, wird das IP-Netz auch bei zeitkritischen und Echtzeitanwendungen als Backbone eingesetzt. Die Entwicklung zeigt die Wandlung des klassischen IP-Daten-Netzes hin zu einem All-IP-Netz mit einem umfassenden IP-Dienstangebot mit Voice-over-IP, Streaming-Media, Video-over-IP und im mobilen Bereich mit Mobile-IP. Das IP-Netz bildet die Basis für konvergente Netzwerkarchitekturen, ebenso ist es Bestandteil der Next Generation Networks (NGN).

Das Design eines IP-Weitverkehrsnetzes hängt von vielen Bedingungen und Anforderungen ab. Dabei stellen Serviceprovider andere Ansprüche als Unternehmen, die ihre Standorte miteinander vernetzen wollen. Das Standard-Netzdesign gliedert sich in die Netzebenen CPE, Access, Distribution und Core.
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MPLS
Mit MPLS können die Vorteile verbindungsorientierter Netze mit denen des verbindungslosen IP kombiniert werden. Dazu werden spezielle Pfade (LSPs) aufgebaut, die angeben, auf welchem Weg die Datenpakete durch das Netz geleitet werden.  Zusätzlich zu einer Steigerung des Durchsatzes und Einbindung von Schutzmechanismen für die LSPs (Fast Reroute) können mit MPLS vielfältige Netzdienste generiert werden:
  • IP Traffic Engineering
  • Layer 3 VPN
  • Layer 2 VPN (VPLS)
  • Layer 1 VPN (Pseudo Wire Emulation)